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Der Einfluss von Schmerzmitteln beim Trompete spielen.

Ich sollte trompeten, hatte aber leider einen entzündeten Zahn. Um die Schmerzen zu lindern habe ich Voltaren eingenommen. Die Schmerzen verschwanden, aber die Lippen wollten kaum noch schwingen. Lippenvibration (Buzzen / Lippensummen) war nicht mehr möglich. Die Töne auf dem Instrument glichen den Bemühungen eines Trompetenanfängers, die hohe Lage war nicht mehr erreichbar. 

 

Ich leide oft unter Migräne. Vor Auftritten habe ich deshalb manchmal (auch vorsorglich!) Thomapyrin eingenommen. Ich bekam dann beim Spielen Probleme, die ich nur mit größter Mühe halbwegs beherrschen konnte. Anfangs habe ich das auf die Migräne geschoben - erst nach längerer Beobachtung erkannte ich, dass das Schmerzmittel die Lippenvibration erschwert und damit quasi die Trompete "verstopft" hat.

 

Bei mir haben Schmerzmittel noch einen weiteren unangenehmen Effekt: wegen hohem Blutdruck muss ich seit Jahren Betablocker einnehmen. Schmerzmittel mindern offensichtlich die Wirkung des Betablockers - der Blutdruck steigt und damit auch die Nervosität.

 

Die genannten "musikalischen Nebenwirkungen" sind selbstverständlich personen- und dosisabhängig.

 

Für mich gilt: Lieber mit Schmerzen (gefühlvoll) spielen als Schmerzmittel einnehmen - wenn es gar nicht anders geht: das Musizieren absagen. Letzteres habe ich aber bisher noch nie gemacht, weil ich meine Frau (Organistin) mit den eingeübten Stücken nicht allein lassen wollte.

 

Vielleicht sind meine Erfahrungen für andere Blechbläser interessant. Ich weiß nicht, ob meine Beobachtungen auch für Musiker mit anderen Instrumenten von Bedeutung sind. Es scheint mir immerhin denkbar.

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In anderen Blog-Einträgen habe ich über die Trompete, das Kornett und die Piccolo-Trompete berichtet.