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Weltbevölkerung

Weltbevölkerung  von Christi Geburt bis heute
Weltbevölkerung von Christi Geburt bis heute

 

Bis 1650 lebten weniger als eine halbe Milliarde Menschen auf der Erde.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - begünstigt durch die Errungenschaften der industriellen Revolution - begann ein starkes  Bevölkerungswachstum.

 

Ab 1960 kamen etwa alle 13 Jahre eine Milliarde Menschen hinzu. Seit meiner Geburt hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht und im Jahre 2017 schätzt man die Menschheit auf 7,5 Milliarden.

 

 


Weltbevölkerung mittlere Wachstumsprognose der UN
Weltbevölkerung mittlere Wachstumsprognose der UN

 

 

UN-Prognosen rechnen im Jahre 2100 mit über 11 Milliarden Menschen, ungünstigere Schätzungen gehen bis 16 Milliarden. Solche Prognosen sind relativ unsicher, weil Ereignisse eintreten können, welche die Berechnungsgrundlagen ändern. Immerhin besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass unsere Enkel mit der doppelten Weltbevölkerung leben müssen wie wir heute.


 

Der größte Bevölkerungszuwachs wird in Afrika erwartet, bis 2050 wird sich dort die Bevölkerungszahl verdoppeln. Bis 2100 werden Asiaten und Afrikaner zusammen ca. 80% der Weltbevölkerung ausmachen.


Wie wir bereits jetzt spüren, wird die Überbevölkerung zur Gefahr für unsere Lebensgrundlagen, auch für Pflanzen und Tiere.

 

In dem Zusammenhang ein paar Fakten:

 

Das weltweite Abholzen von Wäldern und Bäumen beeinträchtigt lebenswichtige Kreisläufe von Wasser, Kohlendioxid, Sauerstoff und nimmt Tieren und Pflanzen den Lebensraum. Die Situation wird sich mit weiterer Bevölkerungszunahme verschärfen.

 

Zur notwendigen Optimierung unserer Nahrungsmittelproduktion werden Gifte und Dünger verwendet, die andere Pflanzen und viele Tiere umbringen. Nebenbei vergiften wir damit auch noch unser eigene Nahrung und Trinkwasser. Inzwischen haben wir so viele Insekten vernichtet, dass man sich bald sorgen muss, dass unsere Nutzpflanzen ausreichend bestäubt werden. Man bastelt hierzulande, bereits an Bestäubungs-Drohnen, während in China Obstplantagen per Menschenhand mühsam bestäubt werden müssen.

 

Durch den Klimawandel - der sich durch die Bevölkerungszunahme weiter verstärkt - gehen bisher bewohnbare Landstriche verloren und führen zu Völkerwanderungen und Verdichtungen in anderen Gebieten. Bei uns werden Naturkatastrophen immer häufiger und heftiger.

 

Es wird zunehmend Kämpfe um knappere Nahrungsmittel, Bodenschätze und Energiequellen geben. Diese Kämpfe haben längst begonnen, auch wenn man jetzt noch vorgibt, es ginge um Freiheit, Demokratie und Mädchenschulen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Entwicklungsländer den gleichen Lebensstandard (und damit Umweltverbrauch) anstreben wie wir ihn heute haben.

 

Viele politische Bemühungen und Ziele zur Bewahrung der Umwelt sind von vornherein halbherzig und werden selten zu Ende geführt (z.B. CO₂-Einsparung, Autoabgase ... ). Auch ernsthafte Projekte können kaum Besserung bewirken, weil die Anfangserfolge durch das Bevölkerungswachstum schnell wieder überholt werden. Die einzige wirksame Maßnahme um unsere Biosphäre auch in Zukunft zu erhalten, ist die Reduzierung der Weltbevölkerung. 

 

Dabei bezweifle ich nicht, dass es durch hochentwickelte Technik möglich wäre, wesentlich mehr Menschen zu ernähren und am Leben zu erhalten. Allerdings kommen wir schon heute mit einer vernünftigen Aufteilung der Ressourcen nicht zurecht und Überbevölkerung bewirkt Aggressionen, die zu verheerenden Vernichtungskriegen führen können. 

  

Wir müssen auch damit rechnen, dass die Gesetze der Evolution die Überfüllung des Planeten verhindern.

  


Was wäre zu tun um das Bevölkerungswachstum zu bremsen oder sogar umzukehren?

 

Zunächst muss man sich im Klaren sein, dass das ein sehr langwieriger Prozess ist und erst nach einigen Generationen eine Wende eintritt. Es wäre ein guter Anfang, wenn man in den geburtenreichen Ländern folgendes einführt:

  • Sexualaufklärung
  • Armut wirksam bekämpfen,
    • Familienplanung
  • Gleichberechtigung durchsetzen
    • Mitspracherecht für Frauen
  • Bildung, besonders für Mädchen.

Auf der Seite der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung werden Projekte mit dieser Ausrichtung vorgestellt.

 

Woher soll man aber Politiker nehmen, welche diese Aufgaben angehen, dafür Geld ausgeben und den Aufwand nicht einmal in Wahlerfolg ummünzen können?