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Glaube - Katastrophen - Naturgesetze

Erdbeben
Erdbeben

Auch heute noch ist der Mensch vielen Naturgewalten hilflos ausgeliefert. Je nach kultureller Entwicklung sah man in Natur-Katastrophen ein Handeln und Strafen der Götter.

 

Anders konnte man sich die Ereignisse nicht erklären, so hat man sie mit Gottheiten in Verbindung gebracht. Man überlegte sich, wie man den Zorn der Götter präventiv besänftigen konnte, zum Beispiel durch (Menschen-) Opfer, Beschwörungen und festgelegte Riten und Zeremonien.

 

Dieses Bewusstsein trägt der moderne Mensch noch in sich, obwohl er längst die Naturgesetze kennt, nach denen Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Trockenheit, Stürme, Blitzeinschläge … entstehen. Die Personifizierung von Naturgewalten und Schicksalsschlägen zeigt sich heute noch in der Anrufung von Heiligen und Schutzpatronen als Spezialisten gegen besonderen Bedrohungen und Verwendung von Symbolen oder heiligen Gegenständen.

 

Das bedeutet nun nicht, dass man Gott mit den Naturgesetzen aus der Welt geschafft hat. Denn, wenn man an einen Schöpfer glaubt, dann sind gerade die Eigenschaften des Universums, die wir als Naturgesetze wahrnehmen, wohl grundlegend für das, was er geschaffen hat!  »Gott macht, dass sich die Dinge selber machen.« (Zitat sinngemäß von Pierre Teilhard de Chardin).